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24 Stunden Privat See

Ein Erlebnis vom Wasser.

StartBlog 202524 Stunden Privat See

Es war ein wunderschöner Tag, als meine Frau und ich uns entschieden, die Natur an einem kleinen privaten See zu genießen. Die Sonne strahlte, und das Wasser glitzerte im Licht. Kaum angekommen, entdeckten wir gleich unseren Zielfisch: einen wunderschönen gelben Koi-Karpfen, der im flachen Wasser umherschwamm. Sofort war klar, wo wir unsere erste Rute platzieren würden.

Zuerst war es uns wichtig, das Boot und die Ruten startklar zu machen, bevor wir mit dem restlichen Aufbau begannen. Die erste Rute positionierten wir auf einem Ausläufer einer Sandbank in etwa 1,50 Metern Tiefe. Als ich das Spod-Wurfgewicht ins Wasser ließ, bemerkte ich plötzlich einen Karpfen, der direkt vor mir vorbeischwamm. Ein vielversprechender Start, dachte ich mir, als ich die Rute ablegte.

Auf dem Rückweg zum Ufer sah ich den Fisch wieder schwimmen, schob den Gedanken an einen möglichen Biss jedoch schnell beiseite. Ich ruderte in aller Ruhe zurück. Doch während ich mich auf dem halben Weg befand, kam der unerwartete Biss – ein kurzer Schreckmoment! Sollte es wirklich der Fisch von eben sein? Ich musste jedoch zuerst ans Ufer, denn der Kescher lag noch auf der Wiese.

Schnell ruderte ich zurück, ließ mir den Kescher zuwerfen und bereitete mich auf den Drill vor. Der Moment der Wahrheit: Schon wenig später lag der Fisch im Kescher! Die Freude war riesig. Schnell wurden ein paar Fotos gemacht, und dann legte ich die Rute erneut.

Kaum hatte ich dies getan, begann das Abenteuer wieder. Alle Ruten lagen jetzt an ihren Plätzen, als ich erneut einen Biss spürte – wieder auf der Sandbank. „Ab ins Boot!“ rief ich, und der Drill begann. Es war ein schöner Kampf, doch plötzlich hörte ich meine Frau rufen: „Da hat ein Fisch auf der Koi-Rute gebissen!“ Entsetzt, aber auch aufgeregt, musste ich den Drill beenden und zurückrudern, ohne den Fisch fotografieren zu können.

Leider hatte sich der Fisch in das Geäst eines umgestürzten Baumes verheddert, und es war keine Chance, ihn zu erreichen. Ein komisches Gefühl stieg in mir auf. War es tatsächlich der Koi? Diese Frage würde mich wohl ewig quälen, denn ich konnte es nicht herausfinden. Ich befreite die Rute, leider jedoch ohne den Fisch. Frustriert, aber auch beruhigt, dass wir nun alles in Ruhe aufbauen konnten, nahmen wir uns eine Auszeit.

Die Stunden vergingen wie im Flug, als meine Frau einen Mann am anderen Ufer mit einem Hund saßen sah. Aufgrund des Zeltes vor mir konnte ich nicht erkennen, wer es war, doch meine Frau machte mich aufmerksam. Das ist Lutz, den ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte! Sofort rief ich ihm zu, und er versprach, später kurz vorbei zu kommen.

Eine Weile später standen wir, Bier in der Hand, zusammen und plauderten über alte und neue Zeiten. Es war wirklich schön, ihn mal wieder zu sehen. Während wir uns unterhielten, ertönte plötzlich ein Dauerton von der Rute auf der Landzunge. Das Gespräch musste kurze Zeit warten – ich sprang ins Boot und der Drill ging weiter. Ein schöner dicker Spiegler landete schließlich im Kescher. „Yesssss!“, jubelte ich innerlich. Nach ein paar Bildern, die wir zur Erinnerung machten, setzte ich den Fisch zurück, was am See Pflicht ist !!!
Kurz darauf verabschiedete sich Lutz von uns mit einem herzlichen „Bis bald!“.
Danke Lutz für deinen Besuch und Danke an die gruppe, dass ich ab und an dort Angeln darf.

Der Tag neigte sich dem Ende zu, und ich machte ein Feuer für den Grill an. Meine Frau und ich genossen die Würste und ließen den Abend mit einer erfrischenden Weinschorle ausklingen. Müde von den aufregenden Erlebnissen, legten wir uns schlafen.

Gegen 4:00 Uhr morgens wurde ich durch einen Biss geweckt, doch der Fisch hing nicht. Nützt ja nichts, dachte ich.

Nach einem Kaffee am Morgen packten wir schließlich alles zusammen und machten uns auf den Weg nach Hause.
Der Tag am See war voll von besonderen Momenten, und ich war dankbar für die gemeinsame Zeit mit meiner Frau.
Es war ein kleines Abenteuer, das uns beiden in Erinnerung bleiben würde – und wer weiß, vielleicht gibt es bald eine Wiederholung!

Liebe Grüße Winni und Jana